Erste Hilfe auf dem Schulhof

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Veröffentlicht am 30.11.2017

Grundschule Empfertshausen und DRK bilden Schulsanitäter aus

Seit Kurzem bildet DRK Ausbilder Gunther Gleichmann, der in der Ortsgemeinschaft Klings aktiv ist, interessierte Schüler aller Klassenstufen an der Grundschule Empfertshausen zu Schulsanitätern aus.

„Wir wollen den Schulsanitätsdienst an unserer Schule auf jeden Fall fördern, weil wir ihn für eine sinnvolle Einrichtung halten“, so Schulleiter Thomas Vogt. „Schulsanitäter sind trotz ihres Alters ernstzunehmende Helfer und haben auch für andere Schüler Vorbildfunktion. Es fördert das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Kinder und sie lernen frühzeitig, Verantwortung zu übernehmen. Angefangen haben 15 Schüler, jetzt sind es noch neun, die regelmäßig kommen.“

Am 18. Oktober sind die Schulsanis mit regelmäßig stattfindenden Treffen unter der Leitung von Hortnerin Elisabeth Wassermann sowie der Lehrerin Ivonne Hüther gestartet.

Einmal wöchentlich vermittelt Gleichmann altersgerecht, wie einfach es auch für Grundschüler ist, im Notfall engagiert Erste Hilfe zu leisten. Aber auch das Thema Unfallverhütung wird dabei nicht zu kurz kommen. Die Kinder sollen lernen, Gefahrenquellen zu erkennen.

Dass die künftigen Schulsanitäter sehr wissbegierig sind, das zeigte sich bei den Übungen mit Gunther Gleichmann.

Zunächst hieß es Handschuhe anziehen, das war gar nicht so einfach. Aber der Trick mit dem Aufblasen half dann. Danach konnten sie sich gegenseitig ein Pflaster auf eine angenommene Schnittverletzung kleben. Auch ein Fingerkuppenverband war Thema, dazu die verschiedenen Größen von Pflaster und Binden.

Wozu man ein Dreieckstuch verwenden kann, erklärte Gleichmann und zum Ende der eineinhalb Stunden ging es darum, wie man einen Verletzten mit Atemproblemen behandelt: Hochgelegt und die Arme nach hinten, Fenster auf für frische Luft, dann Hilfe holen und eine Decke, damit der Patient nicht auskühlt. Bei der nächsten Übung ging es darum, wie man eine Rettungsdecke richtig auseinanderfaltet und benutzt, um einen Verletzten zu kühlen oder zu wärmen.

Bei Unfällen oder Verletzungen können die jungen Sanitäter nach absolvierter Ausbildung künftig sofort zur Stelle sein und sich- ausgestattet mit Warnwesten und einer Sanitätstasche- um die Erstversorgung ihrer Mitschüler auf dem Schulhof, bei Wandertagen und Sportfesten oder im Sportunterricht kümmern.

Selbstverständlich ist man auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen, sagte Kristina Krieg vom DRK Kreisverband.

Dank einer Spende in Höhe von 250 € der Firma Z-Bau konnten eine Sanitätstasche sowie Verbandsmaterial angeschafft werden.

Die Westen wird Torsten Hüther (Fahrzeugtechnik Südthüringen) finanzieren.

Die Apotheken Dermbach und Kaltennordheim steuerten bereits Verbandsmaterial zu Übungszwecken bei. 

 

Fotos: Eva-Maria Ullmann, STZ